Die ehemalige Böhlerhochdrucktechnik hat nun zu 100 Prozent das Leobener Traditionsunternehmen Völkl übernommen.
Positive Entwicklung bei der Leobener Traditionsfirma Völkl, die im November des Vorjahres Insolvenz anmelden musste (wir berichteten).
Ziel des Unternehmens war es damals, ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung durchzuziehen. "Das heißt, dass innerhalb von 90 Tagen ein Sanierungsplan vorgelegt und auch angenommen werden muss", erklärt Franz Blantz vom Alpenländischen Kreditorenverband.
Die Verantwortlichen der Firma Völkl zeigten sich im November sehr zuversichtlich, dass die Finanzierung des Sanierungsverfahrens gelingen werde. Und zwar mit Unterstützung eines strategischen Partners. Und diese Zuversicht hat sich nun bestätigt. Der Sanierungsplan wurde diese Woche vorgelegt. "Zu unser aller Freude wurde dieser Mittwoch der Vorwoche auch vom Gericht angenommen", erklärt Nochgeschäftsführer Roland Völkl. Die Finanzierung des Sanierungsplanes wird durch die 100-Prozent-Übernahme der ehemaligen Böhlerhochdrucktechnik (BHDT) gewährleistet. "Aufgrund der sehr guten Auftragslage gab es mehrere Interessenten", erklärt Völkl. Die 100-Prozent-Übernahme sei de facto ein Verkauf des Unternehmens, das aber auch weiterhin unter dem Namen Völkl laufen werde. "Als zukünftiger Geschäftsführer wird Richard Müssler tätig sein", so Völkl.
Bekanntlich hat sich die Firma Völkl bereits von ihrem Metallbaubereich getrennt. Das Werk in Leoben ist geschlossen. "Dafür sind wir immer noch auf der Suche nach einem Mieter", so Völkl. Allerdings hat die Firma Völkl im Jahr 2006 einen Standort in Niklasdorf gekauft und dort das Kompetenzzentrum für Tunnelbau und Tunnelsicherheit sowie Blechtechnik eingerichtet. Und in diesen Bereichen sieht man auch die künftigen Standbeine für das Unternehmen.
Die betrieblichen Veränderungen haben keine Auswirkungen auf die Mitarbeiter, wie Völkl betont. Gegenwärtig sind etwa 65 Dienstnehmer beschäftigt. "Es ist künftig daran gedacht, auszubauen und auch die Mitarbeiterzahl wieder aufzustocken", erklärt Völkl.